Unseren großen Traum erfüllten wir uns im November 1996 mit unserem Sando.
Damals hatten wir keine Ahnung auf was man achten muß, um einen möglichst gesunden und gut geprägten Welpen zu erhalten. Sandos Mutter war eine zurückhaltende abgemagerte Hündin mit Fellproblemen.
Sandos Vater, der Franzl, war ein sehr großer schwarzer Rüde. Im Wesen, so wie ich mir in meinen Träumen meinen Hund vorgestellt hatte. So habe ich unseren Sando danach ausgewählt, welcher Kopftyp dem seines Vaters ähnelte. Leider haben wir nicht auf Körperbau und andere wichtige Dinge geachtet. Die Welpen kannten nur ihre Pferdebox und das kleine Stückchen Wiese davor. Nie durften sie ins Haus oder haben irgendetwas anderes kennengelernt. Zuhause ist mir aufgefallen, das Sando so jung wie er war Probleme beim Aufstehen hatte. Unsere Tierärztin schickte uns zu einem Spezialisten für Wachstums- und Knochenprobleme. Dieser röntgte Sando ohne Ende und unterzog ihn unzähligen Schmerztests. Als Therapie gab es Schmerztabletten und Lebertran. Und wir, dumm und unwissend, wie wir waren haben seinen Rat befolgt. Über viele Monate war unser armer Sando dort in Behandlung, er war ja angeblich ein Spezialist (als solcher gilt er heute immer noch). Der Tierarzt hat leider nie Sandos Wirbelsäule geröntgt und wir haben unseren Sando gequält, obwohl wir ihm nur helfen wollten. Sando hat unser Lehrgeld bezahlt. Durch Werner Hackl kamen wir zu Dr. Baumgartner in Schirmitz. Dieser sah wie unser Sando lief und sagte sofort dem wächst der Wirbelkanal zu. Auf dem Röntgenbild sah man wie weit fortgeschritten die Krankheit ab dem ersten Lendenwirbel war. Er gab unserem Sando damals noch drei Monate, die hat er leider nicht ganz geschafft. Wir werden Sando nie vergessen er war ein ganz besonderer Hund.
Darauf hin haben wir unzählige Züchter aufgesucht und uns mit ihnen über Aufzucht, Ernährung und Prägung unterhalten. Auf diesem Wege haben wir auch Frau Iris Kahmer kennengelernt, die Züchterin unserer schwarzen Prinzessin Justitia. Durch sie habe ich sehr viel über die Deutsche Dogge gelernt, keine Frage die sie mir nicht beantworten konnte. Vielen, vielen Dank.
Wir wollen gesunde, gut geprägte Hunde züchten. Unsere Hunde leben bei uns im Wohnzimmer. Sie sind nicht an den Zwinger gewöhnt, denn wir haben keinen. Unsere Welpen werden auch nicht in Zwingerhaltung abgegeben. Unsere jeweilige Mutterhündin würde nie verstehen, wenn wir sie zur Strafe für einen Wurf gesunder Welpen vom Sofa in den Zwinger (oder Keller, oder Ähnliches) verbannen würden.
Wir legen großen Wert auf gute Ausbildung und Prägung. Die Welpen müssen alles was sie später können sollen, bis zum Alter von 16 Wochen kennengelernt haben. Ab dem Alter von ca. acht bis zehn Wochen legen wir die Verantwortung hierfür in die Hände unserer Welpenkäufer. Nur wenn die Welpen möglichst früh gelernt haben möglichst viel auf altersgerechte Art und Weise zu lernen, können sie als erwachsene Hunde auch freudig und ausdauern mit ihren neuen Besitzern den Alltag meistern.
Unsere Hunde werden artgerecht mit Frischfleisch ernährt.